Sattelstuhl

Kurz erklärt: Ein Sattelstuhl hat eine sattelförmige Sitzfläche, auf der du ähnlich wie beim Reiten mit leicht gespreizten, nach unten geneigten Beinen sitzt.

Auf einem Sattelstuhl sitzt du deutlich höher als auf einem normalen Bürostuhl. Die Oberschenkel zeigen schräg nach unten, der Winkel zwischen Oberkörper und Beinen ist dadurch größer als 90 Grad. Das Becken kippt leichter nach vorn und die Wirbelsäule richtet sich fast von selbst auf.

Vorteile

  • Aufrechte Haltung ohne Rückenlehne
  • Aktiveres Sitzen, weil die Rumpfmuskulatur mitarbeitet
  • Gut geeignet für hohe Arbeitsflächen und den Wechsel zum Stehen

Nachteile

  • Ungewohnt: Die meisten Menschen brauchen einige Tage bis Wochen Eingewöhnung.
  • Keine Anlehnmöglichkeit, für lange Sitzphasen kann das ermüden.
  • Die Sitzfläche passt nicht jedem gleich gut, es gibt geteilte und ungeteilte Sättel.

Worauf achten?

Merkmal Hinweis
Höhenbereich muss zu deiner Beinlänge und Tischhöhe passen
Sitzneigung leicht nach vorn neigbar ist angenehm
Sattelform geteilt entlastet den Schritt
Rollen auf Teppich und Hartboden passend wählen

Der Höhenverstellbereich ist entscheidend. Weil du höher sitzt, muss oft auch der Tisch höher stehen. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist dafür ideal.

Starte mit kurzen Phasen und wechsle mit deinem normalen Stuhl ab. Verglichen mit dem Kniestuhl hat der Sattelstuhl keine Kniepolster und lässt die Beine freier. Modelle im Überblick findest du im Sattelstuhl-Vergleich.

Verwandte Begriffe

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